Kolumbien Juli

 

 

Jetzt geht unsere Reise langsam zu Ende. Im Ino haben wir eine digitale Uhr die zeigt mit aller Deutlichkeit dass die Zeit nicht stehen bleibt. Eigentlich, denke ich, wie unser Leben, es läuft einfach weiter und man kann es weder anhalten noch zurückdrehenden. In so einem Moment denke ich alles richtig gemacht zu haben, wer Träume hat sollte sie auch leben. Deshalb haben wir alles verkauft, sind wir in die Welt hinaus. Wir hatten eine Idee, die uns nicht mehr aus unserem Kopf ging, jetzt haben wir sie umgesetzt und wissen es hat sich definitiv gelohnt. Wir wussten nicht was auf uns zukommt, hatten großen Respekt vor Ländern wie Indien aber wir waren neugierig. Jeder Reisende macht andere Erfahrungen, so haben wir oft die bereisten Länder völlig anders erlebt als Reisende berichtet haben. 

 

Auf dem Weg nach Cartagena übernachten wir in einer schönen Bucht und fahren über die Schnellstraße weiter. An einer der zahllosen Mautstellen sollen wir das erste mal eine andere Klasse bezahlen. Wir diskutieren, die Kassiererin ist super nett aber die Chefin uneinsichtig. Es dauert fast eine halbe Stunde, die Spur ist inzwischen gesperrt aber dann gibt es doch ein Einsehen.

  

 

''Es geht immer irgendwie weiter'', sagte ein Langzeitreisender zu uns, das Reisen verändert, auch uns! Hoffentlich können wir vieles beibehalten und unser neues Leben danach ausrichten. Wir haben viele Reisende getroffen, sie waren auf die unterschiedlichste Art unterwegs,. Unser Womo-Konzept hat sich gut bewährt, ich würde das gleiche Fahrzeug für eine Weltreise wieder wählen. Keine Elektronik, die macht vielen neueren Fahrzeugen zu schaffen, Ersatzteilverfügbarkeit weltweit und eine absolute Zuverlässigkeit. Kein Höhenproblem, kein Dieselproblem. Der Turbolader hilft enorm bei großen Höhen, ein nicht zu vernachlässigender Vorteil gegenüber einem Sauger Motor. Die Größe des Fahrzeugs ist sicher manchmal ein Nachteil aber die Vorteile überwiegen für uns deutlich. In vielen Ländern hilft die Größe sich Respekt zu verschaffen und damit auch Sicherheit. Der Wohnraum mit dem geräumigen Bad bietet genug Platz sich für Jahre wohl zu fühlen. Große Wassertanks und die Solaranlage machen uns ziemlich autark. Der Generator würde das nächste mal daheim bleiben, wurde in den ganzen Jahren 2x benutzt.

 

 

Die letzten Tage verbringen wir an der Karibikküste in Cartagena.

Wir erkunden die bunte Altstadt mit ihren Gassen haben Spaß an den netten, offenen Meschen.

Unsere Verschiffung gestaltet sich etwas anders als geplant und gebucht. Aus einer Direktverschiffung nach Europa wurde ein Transshipment über Panama mit einer Woche Aufenthalt in Panama. So kommt vieles anders als geplant, ändern können wir es nicht, jede Reederei hat Klauseln, die solche Änderungen jederzeit möglich machen. Die günstigsten Flüge werden von der Turkish Airline angeboten und so machen wir an Ende unserer Reise wieder einen Zwischenstop in Istanbul.

 

 

Verschiffen ist immer eine komplizierte Angelegenheit, dazu kommt hier noch die Hitze. Mehr als einmal sind wir völlig durchgeschwitzt bis der Ino soweit ist. Die Formalitäten im Hafen sind auch langwierig aber machbar. Zwei Tage vor Abfahrt wird der Ino im Hafen geparkt und die ersten Formulare gestempelt, unterschrieben und die Fahrgestellnummern verglichen. 

Ein Tag vor Abreise muss dann noch der Drogen Check gemacht werden. Ein Zollbeamter kontrolliert in praller Sonne die Fahrzeuge, es sind 6 an der Zahl aber schon beim zweiten lässt die Kraft und Sorgfalt etwas nach. Wir sind als dritter dran, Glück gehabt, wir brauchen nicht das ganze Auto auszuräumen!

Der Ino ist jetzt unterwegs nach Bremerhaven und wir kühlen im Pool im 14. Stockwerk ab und genießen wir die letzten Tage in Südamerika.

 

 

Wer unsere Seite gelesen hat weiß, dass wir Haus und Hof verkauft haben. Jetzt kehren wir zurück und starten in ein neues Leben. Es wird sicher nicht einfach aber wie gesagt, es geht immer irgendwie weiter! Schon lange haben wir die Idee eine Art Overlander Treffpunkt mit der Möglichkeit auch länger zu parken, eine Wohn-und Schrauber WG könnten wir uns auch vorstellen. Vielleicht hat der eine oder andere ähnliche Gedanken, ein Austausch ist sicher interessant. Willys Treffen in Enkirch an der Mosel wäre eine Möglichkeit uns zu treffen und gerne beantworten wir alle Fragen betreffend der Reise, von Planung bis Durchführung, Erfahrung mit dem Ino und seiner Ausstattung. Natürlich würden wir uns auch über Ideenaustausch betreffend unseres Vorhabens freuen.

 

 

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