Spanien/Portugal im Dezember

So jetzt ist Spanien dran, diesmal nur als Transitland, da und der Wetterbericht für die nächsten Tage nichts Gutes erwarten lässt.  Es ist zwar Ende November aber es könnte auch mehr wie 7° sein. So fahren wir auf mautfreien Straßen nach Portugal. 

Kaum über der Grenze finden wir Dank der Campercontact App einen Stellplatz in einem kleinen historischen Dorf. Es gibt ein Internet im Dorf, zwar nur eines aber offen für Alle. Eine alte Dame verkauft uns ein paar Brötchen und Stückchen am Ino, soll wohl auch als Spende verstanden werden. Wir bleiben trotz des schlechten Wetters und ich kann mal wieder an unserer Seite arbeiten.

Am späten Vormittag starten wir über kleine Dörfer in einer wunderschönen, grünen, hügeligen Landschaft Richtung Küste. In Figueira angekommen stellen wir uns in die Nähe vom strand und machen einen Spaziergang und kleinen Einkauf in der Stadt. Kaum zurück, stellen wir fest, dass wir eine gute Internetverbindung haben und lesen die Nachrichten über Überschwemmungen in Marokko. Wir werden es im Auge behalten. Plötzlich fängt es an zu regnen, mehr und mehr. Der Wind lässt den Ino ganz schön schaukeln. Es wird immer heftiger, das einzige Fahrzeug, außer unserem Ino, auf dem Platz wird schnell umgeparkt, der Franzosen hat Angst das seine Tupperschüssel umfällt. schade ich hätte sie gerne aufgestellt. Erst am nächsten Morgen lichten sich die Wolken und wir sehen nach langer Zeit das erste mal die Sonne. Einkaufen in der Markthalle und lange Spaziergänge sind heute angesagt.

Auf nach Lissabon. Auf dem Weg gibt es jede Menge zu sehen, da wir nur Landstraße fahren. An einen Autohandel konnte ich nicht vorbeifahren, ein kleiner Spaziergang unter den vielen alten Mercedes musste sein. Ellen muss ein wenig Geduld aufbringen. 

Es geht weiter nach Lissabon. Es gibt dort einen kostenlosen Stellplatz in Belem, der ideale Ausgangspunkt um Lissabon zu erkunden. Flohmärkte, sehr schöne Altstadt nette Lokale, es macht einfach Spaß diese Stadt zu erleben. Unsere Ina ist das ideale Fahrzeug um die Gegend zu erkunden. Wir lassen uns treiben und haben viel Spaß in dieser Stadt. 

Es gibt viel zu sehen

Es ist Anfang Dezember und wir ziehen weiter in den Süden Richtung Algarve. Kurz hinter Sines kommen wir an die Küste und bleiben gleich über Nacht. Der Wecker heißt Polizei und erklärt uns allen ganz höflich, daß wir hier nicht übernachten dürfen. Viel Papierkram und eine Verwarnung sind das Resultat, wir hoffen da kommt auch nichts mehr. 

Daß das hier ein Naturpark ist, konnten wir echt nicht wissen, das Schild fehlt auch. Wir unterhalten uns noch mit netten, interessanten Leuten und fahren  ca. 7 km weiter auf einen kostenlosen Stellplatz. Unsere Stühle kommen das erste mal auf dieser Reise zum Einsatz. Bei Wein und Sonne genießen wir den Nachmittag.

Heute waren wir mit der Ina unterwegs nach neuen Stellplätzen Ausschau zu halten. Wir sind ca. 30 Kilometer die Küste Richtung Süden gefahren und alle Wege zum Meer ausprobiert. Es sieht inzwischen echt schlecht aus mit netten Stellplätzen am Meer. Ich glaube das heben wir uns für Marokko auf. Entweder nur Verbotsschilder oder Privatgelände und da wo es geht einfach meist langweilig. Dafür haben wir viel schöne Ecken entdeckt. Am Abend interessante Gespräche mit Reisenden. Ist schon irre was man da so für Leute trifft.

In Carrapateira am Strand ist es sehr schön. Das Wasser kommt und geht und es entsteht immer wieder ein großer See. Es ist wenig los und wir staunen nicht schlecht als Peter und Christine mit ihrem MAN auftauchen. Karl Heinz und die beiden kennen sich aus vergangenen Reisen und so gibt es viel zu erzählen.

Eigentlich wollte ich über Essen nicht schreiben aber die Bratkartoffel mit Schnitzel haben es verdient erwähnt zu werden.....

Inzwischen sind wir an der Algarve angekommen. Wir kennen die Stadt Lagos aus früheren Reisen, so erwandern wir alte Zeiten. Am Strand von Lagos lässt es sich gut übernachten und abends gibt es einen netten Ausblick auf die vorweihnachtlich erleuchtete Stadt. Der Schalter von unserer Toilettenentlüftung ist defekt und wir riechen es. Der passende Mikroschalter ist natürlich nicht aufzutreiben also besorgen wir einen Kühlschrankschalter, der im geöffneten Zustand schließt. Ein paar kleine Umbauten an der Halterung und unser Riechorgan erholt sich wieder langsam.

 

Wir lernen ein Paar kennen, die seit 15 Jahren mit Ihrem Boot unterwegs sind. Eine Einladung können wir nicht widerstehen und schon sind wir mitten in einer neuen Welt. Wir lassen uns alles erklären und stellen fest es gibt viele Parallelen. Mit recht wenig Wasser an Bord (knapp 200 Liter) wird an Deck mit einem Pumpsprüher geduscht. So lässt sich extrem viel Wasser sparen. Es wird sehr spät aber es hat sich gelohnt, es war eine sehr interessante Erfahrung.

 

So um den 20. Dezember wollen wir nach Marokko übersetzen und es wird Zeit wieder zurück nach Spanien zu fahren.

 

Über Albufeira fahren wird die Küste Richtung Spanien. Es ist recht schwierig an der dicht bevölkerten Algarve nette Plätze zu finden. Wir fahren recht zügig zum Muschelstrand nach Isla Christina direkt hinter der spanischen Grenze. Der uns bekannte Platz am Strand ist wie gerade geräumt. Wir machen einen langen Spaziergang und Ellen sammelt einige schöne Muscheln. 

Die Autobahn ab der spanischen Grenze ist bis Sevilla kostenlos und so sind wir recht schnell in Algeciras. Der Lidl-Parkplatz ist normalerweise voll Camper, jetzt leer. Carlos verkauft uns das offene Hin- und Rückticket für 220.- Euro und erklärt uns wo wir neuerdings parken dürfen. Die Nacht ist nicht gerade ruhig aber wir wollen uns ja noch am nächsten Morgen mit Vorräten eindecken. Gerne hätten wir auch ein Tetrapack Rotwein mitgenommen, in Portugal in jedem Supermarkt erhältlich, hier Fehlanzeige.